Mit dem Mut zum Leben

Mit dem Mut zum Leben

Am Totensonntag werden wir Menschen wieder überall in unserem Land die Friedhöfe besuchen und an den Gräbern unserer Angehörigen gedenken. Uns werden Erinnerungen begleiten, manchmal auch noch Schmerz. Nicht selten Wehmut und Trauer, oftmals Ängste.

Die Angst vor dem Tod zählt zu den Erscheinungen, die wir am meisten fürchten. Aber: Fürchten wir uns nicht mitunter auch vor dem Leben?

Es erscheint fast schon als Legende, die Frage, was Sterbende am meisten bereuen. Und die Antworten, sie haben eigentlich alle mit fehlendem Mut zu tun.

Mut, sein eigenes Leben zu leben. Mut, seine Gefühle auszudrücken. Mut, sich die Erlaubnis zu geben, glücklicher zu sein. Mit weniger Arbeit zum Beispiel. Und mehr Zeit für die Familie und Freunde.

Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Es ist eine Tugend, Angst zu überwinden und trotz ihrer zu handeln. Sprich: Seinem Herzen zu folgen.

Nein, das ist nicht immer leicht. Da gibt es Verantwortung und Pflichten. Loyalitäten im Außen und Konflikte im Inneren. Manchmal erkennt man dies lange nicht und es ist zutiefst menschlich. In der Regel sind es schmerzhafte Anlässe, die uns wachrütteln. Vor allem der Tod eines geliebten Mitmenschen.

In den Tagen des Abschieds von einem nahen Angehörigen erzählen mir viele Menschen von den Erkenntnissen und Erfahrungen, die ihnen in diesen Momenten bewusst werden. Diese aufnehmen zu dürfen, ist ein großer Vertrauensbeweis, für den ich dankbar bin.

Diese Dankbarkeit verleiht mir Kraft und Stärke. Und ich versuche, diese an die Hinterbliebenen zurückzugeben, ihnen Mut und Zuversicht zu vermitteln. Und: Es ist bei jeder Trauerfeier eine Botschaft dabei, die mir im wahrsten Sinne des Wortes am Herzen liegt.

Wir dürfen weiterleben.

Vielleicht erinnern wir uns hin und wieder daran und bringen den Mut dazu auf. Nicht nur am Totensonntag. Dem Tag, den wir nicht von ungefähr auch Ewigkeitssonntag nennen.


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Michael Hillmann · Haydnstraße 20 · 01309 Dresden · Tel. 0172-3655800

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